Aktuell

Aktuelle Informationen zu Corona

 

Wichtig:
Im Verdachtsfall bitte zuerst telefonisch mit uns Kontakt aufnehmen unter Tel. 06853 / 91170.

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Übersicht der Beiträge rund um das Corona-Virus

 

  • Wie soll ich mich als Patient verhalten?
  • Neue stationäre Corona-Abstrichstellen im Saarland bezogen! (23.03.2020)
  • Info-Telefon zum Coronavirus
  • Corona-Hotline im Saarland 
  • Gesundheitsministerium: Verhaltensregeln bei Coronavirus-Verdacht
  • BZgA:  allgemeine Hygienetipps zum Schutz vor Infektionskrankheiten
  • Links zu Internetseiten mit weiterführenden Informationen
  • Covid-19 und Influenza: Ähnlichkeiten und Unterschiede
  • Offener Brief der saarländischen Vertragsärzte an die Bevölkerung
  • Aktiv werden gegen Corona: Aufruf der Gemeinde Tholey zum Nähen von Mund-Nasen-Masken als Behelfsschutz  (02.04.2020)

 

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Wie soll ich mich als Patient verhalten?

  • Patient ist beschwerdefrei, hat keinen Kontakt mit Corona-Infizierten und kommt aus keinem Risikogebiet und wünscht jetzt eine Untersuchung auf COVID-19:
    Bei diesen Patienten ist ein Test völlig unnötig.

  • Patient ist beschwerdefrei, hatte vermutlich Kontakt mit Infizierten oder/und kommt aus einem Risikogebiet:
    Bei diesem Patienten muss ein Abstrich gemacht werden. Dieser sollte bei einem der Probeentnahmedienste durchgeführt werden mit Überweisungsschein der Praxis.

  • Patient hat Symptome, hat keinen Kontakt mit Infizierten und kommt aus keinem Risikogebiet:
    Hier handelt es sich vermutlich um eine anderweitige virale Erkältungskrankheit. Der Patient kann bedenkenlos die Praxis aufsuchen, um sich dort versorgen zu lassen.

  • Patient hat Beschwerden, hatte vermutlich Kontakt mit Infizierten und kommt aus einem Risikogebiet:
    Dieser Patient sollte die Praxis nicht aufsuchen. Er soll sich telefonisch in der Praxis melden, um eine Überweisung zum Abstrich zu erlangen.

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Neue stationäre Corona-Abstrichstellen im Saarland bezogen! (23.03.2020)
Ab Dienstag,  24. März 2020, öffnen von 10:00 bis 14:00 Uhr die folgenden neuen stationären Corona-Abstrichentnahme-Stellen:

 

  • Regionalverband Saarbrücken: ehemaliges Saarbrücker Messegelände am Schanzenberg, 66117 Saarbrücken
  • Landkreis Saarlouis: Parkplatz Fordwerke, Henry-Ford-Straße, 66740 Saarlouis
  • Saar-Pfalz-Kreis: DSD-Gelände Homburg, Einfahrt am Forum 1, 66424 Homburg
  • Landkreis Neunkirchen: Städtische Sporthalle Ottweiler, Seminarstraße 52, 66564 Ottweiler
  • Landkreis Merzig Wadern: Kasernengelände auf der ELL, 66663 Merzig
  • Landkreis St. Wendel: HIL Heeresinstandsetzungslogistik GmbH, Werkstraße 16, 66606 St. Wendel

Wichtig - bitte beachten:

In den Entnahmestellen in St. Ingbert und Dillingen werden ab 24. März keine Testungen mehr durchgeführt!!

Eine Probeentnahme erfolgt nur nach strengen Kriterien des RKI und nur auf Überweisung durch den Hausarzt.

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Info-Telefon zum Coronavirus

Der Landkreis St. Wendel hat ein Infotelefon zum Coronavirus eingerichtet:

Tel. (06851) 8015555.

Bürgerinnen und Bürger können sich montags bis freitags, 8 bis 16 Uhr, über das Coronavirus informieren. Das Infotelefon des Landkreises dient der allgemeinen Information, bei Symptomen oder Verdachtsfällen ist vorrangig der Hausarzt telefonisch zu kontaktieren. Außerhalb der Zeiten des Infotelefons des Landkreises steht die saarlandweite Telefon-Hotline des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie zur Verfügung.

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Corona-Hotline im Saarland - Service ausgeweitet - 24 h erreichbar

Das saarländische Gesundheitsministerium hat eine Hotline für allgemeine Fragen zum Coronavirus im Saarland eingerichtet, die werktags zunächst 24 Stunden erreichbar ist unter der Tel. (0681) 501- 4422.

Am Wochenende ist die Hotline zwischen 9:00 Uhr und 15:00 Uhr zu erreichen. Via Mail erreicht man das eingerichtete Lagezentrum zum Corona-Virus unter: corona@saarland.de. 

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Gesundheitsministerium veröffentlicht Verhaltensregeln bei Coronavirus-Verdacht

Angesichts der jüngsten Entwicklungen hat das Saar-Gesundheitsministerium am Montag (2. März 2020) eine Mitteilung mit entsprechenden Verhaltensregeln veröffentlicht. Diese finden Sie unter: "Saar-Gesundheitsministerium veröffentlicht Verhaltensregeln bei Coronavirus-Verdacht". 

Link zum Gesundheitsministerium

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BZgA – Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: allgemeine Hygienetipps zum Schutz vor Infektionskrankheiten

Link Hygienetipps

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Links - wichtige Informationen zum Coronavirus finden Sie unter den nachfolgenden Internetseiten (bitte die Themen anklicken):

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Covid-19 und Influenza: Ähnlichkeiten und Unterschiede  (20.03.2020)

Das Corona-Virus (bekannt auch unter den Begriffen Covid-19 und SARS-CoV-2) und Influenzaviren werden häufig verglichen und können ähnliche Symptome auslösen. Doch wo liegen die Unterschiede der Viruserkrankungen?

Quelle (18.03.2020): Dieser Beitrag basiert auf Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) 1,2 und der Weltgesundheitsorganisation WHO. Redaktion: Christoph Renninger

 

Wie sind die Fallzahlen?
In der Saison 2018/2019 schätzte das RKI die Zahl der Influenza-bedingten Arztbesuche auf 3,8 Millionen. Dabei gab es 18.000 Krankenhauseinweisungen. Zu den Todesfällen liegen derzeit noch keine Zahlen vor. Im Vergleich zur Vorsaison ist dies eine starke Abnahme. 2017/2018 gab es eine außerordentlich schwere Grippewelle, mit 25.000 Influenza-bedingten Todesfällen.

In Deutschland sind 8.198 infizierte Patienten mit dem Corona-Virus nachgewiesen (Stand 18.03.) und 12 daran verstorben. Weltweit gibt es über 184.975 Infektionen und 7.529 Todesfälle (Stand 18.03.).

 

Wo ähneln sich die Erkrankungen?

Covid-19 und Influenza betreffen beide das respiratorische System (Atmungs-Apparat) und können ähnliche Symptome (Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, …) hervorrufen. Die Ausprägung der Erkrankungen reicht von asymptomatischen und milden Varianten bis hin zu schweren, mitunter tödlichen Verläufen.

Beide Virusarten werden über Tröpfchen (erregerhaltiges Sekret) mittels direktem Kontakt oder über die Luft übertragen. Daher gelten die gleichen Schutzmaßnahmen, um Übertragungen zu vermeiden, wie:

• Handhygiene,
• Husten und Niesen in die Armbeuge,
• benutzte Taschentücher unmittelbar entsorgen.

 

Was sind die Unterschiede?
Die Geschwindigkeit der Transmission (Übertragung eines Erregers), das serielle Intervall*, unterscheidet sich zwischen den verschiedenen Viren.


Influenza hat eine kürzere mediane Inkubationszeit und ein kürzeres serielles Intervall als Covid-19 (3 Tage vs. 5-6 Tage). Außerdem ist die Transmission innerhalb der ersten 3 bis 5 Tage der Erkrankung oder auch schon vor Auftreten der Symptome bei Influenza von besonderer Bedeutung. Bei Corona werden auch 24 bis 48 Stunden vor Symptombeginn Viren ausgeschieden, dies stellt jedoch nicht den Großteil der Übertragungen dar.

Die Basisreproduktionszahl (Zahl der Ansteckungen bei einer infizierten Person) liegt bei Covid-19 zwischen 2 und 2,5 und damit höher als Grippeviren. Allerdings sind die Werte kontext- und zeitabhängig und nur schwer direkt zu vergleichen.

 

Kinder sind von Covid-19 weniger symptomatisch betroffen als bei Grippeerkrankungen. Auch für Schwangere ist das Risiko bei einer Influenza-Infektion erhöht, beim Covid-19 scheint dies nicht der Fall zu sein. Ältere Menschen, Patienten mit chronischen Krankheiten oder einem geschwächten Immunsystem zählen bei beiden Krankheiten zu den Risikogruppen.

 

Während die Art der Symptome ähnlich ist, ist die Ausprägung und der Anteil schwerer Erkrankungen unterschiedlich. Für Covid-19 werden zu 80% milde oder asymptomatische Verläufe gemeldet. Die Zahl kritischer Verläufe ist bei Influenza höher.

 

Allerdings ist die Mortalität von Covid-19 bislang höher als bei der saisonalen Grippewelle. Noch liegen für die neue Erkrankung aber keine endgültigen Zahlen vor. Die WHO nennt eine Rate von 3-4%, geht aber von einer Senkung im Laufe der Zeit aus, wenn mehr Patienten genesen. Für die Influenza liegt die Rate durchschnittlich unter 0,1%.

 

* Das serielle Intervall definiert das durchschnittliche Intervall von Beginn der Erkrankung eines ansteckenden Falles bis zum Erkrankungsbeginn eines von diesem angesteckten Falles.


Wie ist der Stand bei Therapien und Impfungen?
Derzeit finden mehrere klinische Studien mit verschiedenen Medikamenten gegen Covid-19 statt. Mehr als 20 Impfstoffe befinden sich in der Entwicklung. Allerdings sind diese noch in sehr frühen Phasen und es stehen keine zugelassenen Medikamente zur Verfügung.

Impfungen gegen Influenzaviren sind vorhanden und sollten aufgrund der unterschiedlichen Virenstämme für Risikogruppen jährlich durchgeführt werden. Auch zur Therapie sind verschiedene Medikamente

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Offener Brief der saarländischen Vertragsärzte an die Bevölkerung

 

Liebe Saarländerinnen, liebe Saarländer,

 

die Geschehnisse rund um das Coronavirus stellen das Gesundheitswesen aktuell vor große Herausforderungen. Gemeinsam mit unserem Praxispersonal versuchen wir als Ärzteschaft weiterhin bestmöglich für Sie da zu sein und die ambulante Versorgung im Land sicherzustellen. Hierzu brauchen wir jedoch auch Ihre Unterstützung!
Um das Virus einzudämmen, ist es unbedingt nötig, dass Sie sich an die allgemeinen Empfehlungen zum Umgang mit der Erkrankung halten. Hierzu möchten wir nochmals eindringlich aufrufen:

 

Hygienemaßnahmen!
Eine gute Händehygiene ist äußerst wichtig. Dazu zählt das regelmäßige und gründliche Händewaschen für 20-30 Sekunden unter fließendem Wasser sowie das anschließende Abtrocknen mit einem sauberen Tuch (Einmalnutzung). Wer seine Hände nach diesen Regeln wäscht, kann auch bedenkenlos auf Desinfektionsmittel verzichten. Achten Sie zudem auf das Einhalten der Husten-Nies-Etikette. Dies bedeutet, dass man in die Armbeuge bzw. in ein Papiertaschentuch husten oder niesen und sich dabei von anderen Personen abwenden sollte.


Bei Verdacht immer erst zum Telefon greifen!
Wenn sie sich krank fühlen oder im Bereich der Atemwege Beschwerden haben, gilt es zunächst Ruhe zu bewahren und vor allem zu Hause zu bleiben. Kommen Sie nicht persönlich in die Arztpraxis, sondern setzen Sie sich für eine medizinische Beurteilung telefonisch mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung. Es besteht dann auch die Möglichkeit einer Krankschreibung bis zu 7 Tagen. Bei einem Verdachtsfall auf das Coronavirus wird Ihr Arzt eine Testung veranlassen. Für den Test ist zwingend eine ärztliche Überweisung notwendig. Suchen Sie daher die Testzentren auch nicht auf, wenn Sie keine Überweisung von Ihrem Arzt haben. Fragen bzgl. des Testverfahrens beantwortet Ihnen gerne der bundesweite Patientenservice, den Sie unter der Rufnummer 116 117 erreichen.
Soziale Kontakte meiden!


Auch wenn Sie sich aktuell gesund fühlen und keine Symptome zeigen, bleiben Sie nach Möglichkeit bitte zu Hause und meiden Sie den Kontakt zu anderen Personen. Verlassen Sie die Häuslichkeit wirklich nur, wenn es tatsächlich sein muss (Einkauf, Apothekenbesuch, Arbeit etc.). Dies gilt nicht nur für ältere Menschen, die insbesondere zur Risikogruppe zählen – auch junge Menschen sind vom Virus gefährdet und können vor allem Überträger der Erkrankung werden und so ihre Mitmenschen gefährden.  Verzichten Sie daher auch bitte auf private Veranstaltungen, wie Familienfeiern, zu denen mehrere Personen zusammenkommen. Generell gilt zudem die Faustregel, dass Sie zu anderen Personen einen Abstand von 2 Metern einhalten sollten.

 

Werden diese Empfehlungen von Ihnen eingehalten, kann jeder einzelne einen wichtigen Beitrag gegen eine schnelle Ausbreitung des Virus leisten!


Helfen Sie uns Ärzten, damit wir Ihnen helfen können!


Ihre Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland
Saarbrücken, 20.03.2020

 

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Aktiv werden gegen Corona: Aufruf der Gemeinde Tholey zum Nähen von Mund-Nasen-Masken als Behelfsschutz

 

Mund-Nasen-Masken als Behelfsschutz sind zurzeit Mangelware und werden zum Schutz der Menschen dringend benötigt. Bundesweit gibt es viele Initiativen, die jetzt aus geeignetem Baumwollstoff Mund-Nasen-Masken selbst nähen. Auch Mitglieder der „Boomerang Bag Community“ der Gemeinde Tholey, das DRK Hasborn-Dautweiler und weitere Initiativen haben bereits mit dem Nähen angefangen. Die Gemeinde Tholey startet jetzt einen Aufruf an alle Bürgerinnen und Bürger, die Nähaktion zu unterstützen.
Die selbstgenähten Masken ersetzen nicht die Atemschutzmasken für den medizinischen Bereich. Aber sie bieten einen gewissen Schutz, um andere nicht anzustecken, weil sie den Tröpfchenflug in der ausgeatmeten Luft verringern. Sie dienen aber auch dem Selbstschutz und mindern die Gefahr einer eigenen Ansteckung. Auch hier gilt jedoch: Der Mundschutz ersetzt nicht die bekannten Hygienemaßnahmen, wie Verzicht auf Handschlag, Hände waschen, desinfizieren, in die Ellenbeuge niesen und Abstand halten.


Auch das Robert-Koch-Institut hat jetzt seine Einschätzung für das Tragen von Mund-Nasen-Masken  revidiert: Das vorsorgliche Tragen könne das Risiko einer Übertragung von Viren auf andere mindern. „Durch das Tragen können Geschwindigkeit des Atemstroms oder Speichel-/Schleim-Tröpfchenauswurfs reduziert werden und die Masken können das Bewusstsein für social distancing sowie gesundheitsbezogenen achtsamen Umgang mit sich und anderen unterstützen“, ist auf der Website des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte zu lesen.


Hinweise zu den verschiedenen Maskentypen und zur Verwendung von selbst hergestellten Masken: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte 

 

Weitere Informationen zur Nähaktion in der Gemeinde Tholey auf: www.tholey.de